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ZOOLOGIE

Wale

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Wale und Delfine
Cetacea

foundation for information and research on marine mammals

Freundschaft mit Walen

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WALE

Die Ordnung der Wale (lat. Cetacea) umfasst die beiden Unterordnungen Bartenwale (Mysticeti) und Zahnwale (Odontoceti), mit etwa 10 Arten von Bartenwalen und 80 Arten von Zahnwalen. Bei diesen 80 Arten von Zahnwalen sind auch die Delfine dabei. Wie es der Name schon sagt, haben die Bartenwale Barten . Das sind lange Hornplatten, die bei den Bartenwalen die Zähne ersetzen (500-800 Stück, manchmal über 2m lang und im Oberkiefer befestigt).Die Barten sind mit langen Borsten besetzt und bilden so einen Filter, der Kleinlebewesen ausfiltert und das Wasser wieder abfliesen lässt.
Die Zahnwale dagegen besitzen Zähne und verschlingen Fische, Kopffüßer oder Robben. Alle haben die Form eines Fisches, sind aber Säugetiere.
Wale haben zum Atmen ein oder zwei Blaslöcher oben auf dem Kopf. Normalerweise ist das Blasloch wasserdicht verschlossen, beim Atmen öffnen Muskeln den Verschluss. Ein zweiter Verschluss am Lungeneingang, der Gänseschnabel, verhindert, dass Wasser durch Maul und Speiseröhre in die Lunge dringt, wenn der Wal unter Wasser frisst.

Sie gebären lebende Jungen, säugen sie mit Muttermilch und sind warmblütig.
Wale sind die größten Tiere, die je auf der Erde lebten. Lebewesen von so gigantischen Ausmaßen können nur existieren, weil sie vom Auftrieb des Wassers getragen werden. Beine könnten dieses Gewicht nicht stützen.
Ihre Schwanzflosse ("Fluke") steht waagrecht.

Die Forscher wissen nur von wenigen Walarten, wie alt sie werden können, denn bisher haben sie nur von Walfängern erlegte Wale untersucht. Bei den Zahnwalen ist die Bestimmung des Alters vergleichsweise einfach. Jedes Jahr bildet sich auf ihren Zähnen eine neue Schicht; so entstehen "Jahresringe", die sich an einen Zahnlängsschnitt zählen lassen. Bei den Bartenwalen funktioniert diese Methode mangels Zähnen nicht, hier gibt es andere, kompliziertere Verfahren.
Die meisten Ringe, das waren 70, fand man bei einem Pottwal.

Die Vorfahren:

Vor etwa zwei Milliarden Jahren entstand das Leben im Wasser, später eroberten Pflanzen und Tiere das feste Land. Doch manche Landtiere sind dann wieder den umgekehrten Weg gegangen; zu ihnen gehörten die Vorfahren der Wale. Es waren Säugetiere, die sich vermutlich von Insekten ernährten. Als vor 65 Millionen Jahren die Saurier ausstarben, hinterließen sie viele unbewohnte Lebensräume, die sich bald andere Tiergattung eroberten. Zu dieser Zeit etwa zogen die Walvorfahren in die Zone des flachen Wassers; wahrscheinlich fanden sie hier ein üppiges Nahrungsangebot an Krusten- und Weichtieren sowie Brackwasserfischen.

Der nächste Schritt waren dann die Urwale oder Archaeoceti, die schon ständig im tiefen Wasser lebten. Ihre versteinerten Überreste haben sich in etwa 50 Millionen Jahren alten Felsschichten erhalten. Sie hatten stark verkürzte hintere Gliedmassen, eine lange Schnauze und maßen etwa 20 Meter. Die meisten Arten dieser Urwale starben vor etwa 25 Millionen Jahren aus. Sie sind die Vorfahren der heutigen Zahn- und Bartenwalen.

Einige Walarten, das haben die Forschungen der letzten Jahrzehnte gezeigt, unterscheiden sich von den andern, in erstaunlich vielen Merkmalen. Manche Forscher halten es daher sogar für möglich, dass mehrere unterschiedliche Tierarten den Schritt vom Land ins Wasser vollzogen haben, dass also nicht alle Wale von gleichen Vorfahren abstammen.

Die Paarung und die Geburt:

Einige der großen Wale werden mit etwa sechs Jahren geschlechtsreif. Die Weibchen gebären dann alle zwei Jahre ein einzelnes Kalb (Zwillinge sind sehr selten). Der Paarung geht ein ausgedehntes, zärtliches Werben und Liebesspiel voraus. Dabei streichen die Tiere mit Körpern und Brustflossen aneinander entlang und beißen sich gegenseitig spielerisch ins Maul oder in die Schwanzflosse. Nach einer Tragezeit von, je nach Art 10 bis 16 Monaten kommt das Kalb zur Welt.

Die Geburt der großen Wale hat noch niemand beobachtet; die wenigen Kenntnisse über dieses unter Wasser ablaufende Geschehen stammen von Weibchen, die in Gefangenschaft leben. Offenbar umringen und schützen die anderen Weibchen einer Walherde beim Einsetzen der Wehen die werdende Mutter. Das Junge kommt mit der Schwanzflosse voran zur Welt (im Gegensatz zu fast allen großen Landsäugetieren und auch dem Menschen, wo Kopfgeburten normal sind).Die Nabelschnur wird nicht abgebissen, sondern reißt von selbst, wenn das Junge frei schwimmt. Die Mutter stößt es vorsichtig an die Wasseroberfläche, und hier tut es dann den ersten Atemzug seines Lebens.

Sobald das Kalb den Mutterleib verlassen hat, ist es sofort weitgehend selbstständig. Zwar bekommt es noch Muttermilch und durch die Nähe der Mutter einen gewissen Schutz vor Feinden, aber es muss sofort mitschwimmen. Aber schon ein frisch geborenes Blauwalkalb hat eine Länge von sieben Metern.

Habt ihr gewusst das ein Blauwalkalb das schnellste Wachstum hat?
Aus einem kaum sichtbaren Ei, das den Bruchteil eines Milligramms wiegt, wächst es in
22 3/4 Monaten zu einem Gewicht von 26 Tonnen.

Die Jungen:

Im Durchschnitt werden Walkälber zwischen 4 (kleine Delfine) und 13 Monaten (Pottwale) gesäugt; die Zitzen liegen in Hautfalten und treten durch den Milchdruck hervor. Das Junge taucht zum Saugen unter den Bauch der Mutter, nimmt eine Zitze ins Maul und drückt sie mit der Zunge gegen den Gaumen, bis Milch kommt. Die Walmilch ist außerordentlich reich an Fett, Eiweiß und Mineralstoffen. Dadurch kann ein Walkalb sehr schnell wachsen: In sieben Monaten wird ein Blauwaljunges um neun Meter länger und pro Tag um etwa 100 Kilogramm schwerer. Jetzt legt es sich auch eine schützende Fettschicht zu, die es im Alter von einigen Monaten im Polarmeer brauchen wird.

Anfangs bleibt das Junge in nächster Nähe seiner langsam schwimmender Mutter. Erst nach einigen Wochen entfernt es sich manchmal zu kurzen Ausflügen. Mit der Zeit lernt es, sich zu drehen, sich auf den Rücken zu legen und aus dem Wasser zuspringen.

Bevor die Wale ihre Wanderung aufnehmen, trainieren die Mütter mit ihren Kälbern das schnelle Schwimmen. Es ist nicht bekannt, ob die Walkälber sich während des Sommers in den Polarregionen auch von Plankton ernähren. Mit Sicherheit werden sie noch gesäugt, während die Mutter ihre Fettreserven auffüllt und sich auf die nächste Schwangerschaft vor bereitet. Nachdem sie wieder ins warme Wasser Kaliforniens zurückgekehrt sind, entwöhnen die Walmütter ihre Kälber.

Walfang und Walschutz:

Schon vor Jahrtausenden strandeten immer wieder sterbende Wale. Die an den Küsten lebenden Menschen sahen in der riesigen Menge Fett und Fleisch, die plötzlich vor ihnen lag, vermutlich ein Geschenk des Meeresgottes: Sie aßen das Fleisch, nutzten den Tran als Brennstoff und die Knochen als Baumaterial. Später wagten besonders Mutige, Wale in Küstennähe zu jagen. Die ersten Walfänger waren vielleicht die Wikinger; mit Sicherheit harpunierten die Basken in der Buch von Biskaya schon im 12. Jahrhundert professionell den Glattwal.

Bald wurden die "Küstenwale" selten, und die Basken dehnten ihre Fanggründe immer mehr aus: Sie verbesserten ihre Fanggeräte, bauten seetüchtigere Schiffe und erreichten damit schon 1372 Neufundland, waren also lange vor Kolumbus auf den dem amerikanischen Kontinent.

Andere Nationen wie England, Frankreich, Spanien und schließlich Holland beteiligten sich bald am großen Kesseltreiben auf die Riesen der Meere und verfolgten sie bis in die Arktis. In jedem Frühjahr verließen ganze Flotten von Fangschiffen die Häfen. Die Walfänger trieben die Herden der Glattwale, Grönlandwale und Nordkaper zwischen Inselgruppen in die Enge und stachen sie in Landnähe ab, bis das Wasser rot vor Blut war. An den Küsten errichteten sie provisorische Walkochereien, wo sie den in Streifen geschnittenen Speck zu Tran kochten und in Fässer abfüllten.

Der Walfang war ein gutes Geschäft. Manch ein Walfänger wurde daran Reich.
Doch er war auch recht gefährlich, nicht nur für die Wale: Die Schiffe sanken im Sturm, zerschellten an den Eisbergen oder froren im Treibeis fest, wenn der Winter unvermutet früh hereinbrach. Viele Walfänger kamen im Eismeer um.

Nach wenigen Jahrzehnten waren trotz der vergleichsweise einfachen Fangtechniken die Walbestände auch vor den arktischen Küsten verschwunden. Die Fänger verfolgten die Glattwale auf dem offenen Meer und schleppten sie zum Zerlegen ans Land oder auf eine Eisscholle. Als Grönlandwal und Nordkaper selten geworden waren, jagten mit Beginn des 18. Jahrhunderts amerikanische, britische und holländische Walfänger auch den Pottwal in den wärmeren Weltmeeren. Die Blütezeit des Pottwals lag zwischen 1820 und 1850. Dann waren auch dessen Bestände stark verringert, vor allem aber erwuchs dem Lampentran und Kerzen aus Walfett ein billigerer Konkurrent, das Erdöl. Die Waljagd kam weitgehend zum Erliegen.

Erst als die meisten Walarten vom Aussterben bedroht waren, wurde der Walfang verboten.
Das war 1986. Japan, Island und Norwegen betreiben allerdings noch "wissenschaftlichen Walfang" und tarnen damit ihre Geschäfte.

Doch nur kurze Zeit konnten sich die Wale sich einigermaßen sicher fühlen. Die Norweger richteten ihr Interesse nunmehr auf die schnelleren Furchenwale, die sich mit den herkömmlichen Handharpunen nicht jagen ließen. Dank der Dampfschiffe und der um 1864 von dem Norweger Svend Foyn entwickelten Harpunenkanonen wurden sie bald zur leichten Beute.

In keinem Gewässer waren nun die Wale noch sicher, selbst in den antarktischen Meere drangen die Fangschiffe ein. 1910 gab es auf den Inseln des Südpolarmeeres schon sechs Walkochereien, außerdem arbeiteten dort 14 Fabrikschiffe. 48 Fangschiffe erbeuteten allein in diesem Jahr 10230 Wale. Der von Walfangschiffen aus erlegte Wal wird über eine Heckraufschleppe an Bord dieser "schwimmenden Walkochereien", gezogen, zerlegt und vollständig verarbeitet.

Nirgends gibt es mehr ein Versteck für die Wale. Längst werden sie nicht mehr von einem Späher im Mastkorb mit dem alten Ruf "Wal ! Da bläst er!" geortet: Beobachtungshubschrauber und modernste Radar- und Echolotverfahren lassen ihnen keine Chance.
Nur die Inuits (Eskimos) und einige Naturvölker dürfen noch heute auf Walfang gehen, allerdings ausschließlich für den eigenen Bedarf.

Wisst ihr, wer der größte Wal ist?

Der Blauwal

Der Blauwal heißt auf lat. Balaenoptera.
Wie andere Meeressäugetiere stammen Blauwale ursprünglich von Landsäugern ab. Vor Jahrmillionen hat sie vermutlich der Nahrungsreichtum ins Meer gelockt, wodurch sich nach und nach ihr Körperbau veränderte.
Obwohl Blauwale sich eigentlich völlig frei im Meer bewegen können, beschränkten sie sich auf bestimmte Regionen. Das kommt daher, dass es nur ganz wenige Stellen in den Weltmeeren gibt, vor allem in der Arktis und Antarktis, wo genug Plankton für die Ernährung zur Verfügung steht.
Im Winter müssen die Blauwale in die wärmeren Gewässer schwimmen, weil es in den Polargebieten überall Eis gibt
Die Paarung findet in den warmen Gewässern der Tropen statt, wo auch die Jungen geboren werden. Da sie nur eine dünne Schicht des isolierenden Fettes besitzen, würden sie in kälteren Gewässern nicht überleben. Bei der Geburt sind sie etwa sieben Meter lang und wiegen ungefähr zwei bis drei Tonnen. Als Meeressäugetiere wird das Junge im Wasser gesäugt. Es trinkt mehr als 600 Liter Milch am Tag, bis es sieben Monate alt und 15 Meter lang ist. In der Antarktis fressen Blauwale ausschließlich Plankton, das Krill genannt wird.
Trotz seiner massigen Gestallt kann der Blauwal schnell schwimmen, er kann Geschwindigkeiten von18 bis 27km/h erreichen.
Das Männchen ist, wenn es ausgewachsen ist, etwa 25m lang und das Weibchen bis zu 30m. Der Walbulle hat ein Gewicht von 80-160 Tonnen, die Walkuh 80-178 Tonnen und das Kalb 7,25 Tonnen.
Die Männchen werden mit einer Länge von 22,5 Meter geschlechtsreif, die Weibchen 23 Meter. Die meisten Weibchen werden nur alle drei Jahre trächtig.
Die Lebenserwartung des Blauwals ist bei 80 Jahren.

Wisst ihr, welches der kleinste Wal ist?

Der Commerson-Delfin:

Über den Commerson-Delfin steht in den Büchern sehr wenig. Man weiß eigentlich nur die Körpermasse. Der Commerson-Delfin ist ausgewachsen 1,30- 1,60 m lang und hat ein Gewicht von 50- 60 Kilogramm.

Schülerreferat:
Simon GRABHER, Ahmed KOCAGENIS, 5r Klasse, BG Bregenz Blumenstrasse, Juni 2001
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