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Physiologie-Übersicht

ANATOMIE/PHYSIOLOGIE

Neurologie [4] - Das vegetative Nervensystem


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Das vegetative Nervensystem:

Funktionell gliedert sich das vegetative Nervensystem in Sympathicus und Parasympathicus. Fast alle Organe werden von beiden Systemen innerviert.

Sympathicus und Parasympathicus wirken antagonistisch. Dieses Prinzip ermöglicht eine außerordentlich feine Steuerung der Organe, etwa der Hormondrüsen.
In der Regel bewirkt der Sympathicus eine Leistungssteigerung des Organismus.
So regt er die Herztätigkeit und den Blutkreislauf an, während er die Darmtätigkeit hemmt. Der Parasympathicus hingegen dämpft den Herzschlag und fördert die Verdauung. Der Sympathicus verwendet als Transmittersubstanz in den Synapsen Adrenalin und Noradrenalin, der Parasympathicus Acetylcholin.

Der Sympathicus versetzt den Körper in den Zustand hoher Leistungsbereitschaft, erbereitet auf Angriff, Flucht, Verteidigung und außergewöhnliche Anstrengungen vor.

Der Parasympathicus sorgt für Ruhe, Erholung und Schonung des Organismus.

Bildbeschreibung:

Der Großteil der Zellkörper von Sympathicus und Parasympathicus liegt in Ganglien außerhalb des Wirbelkanals. Ein wesentlicher Teil des Sympathicus ist der Grenzstrang
, ein außerhalb der Wirbelsäule gelegener und segmentierter Doppelstrang von Ganglien, sowie eine nur durch die Bauchmuskulatur geschützte Ansammlung miteinander verbundener Ganglien, das Sonnengeflecht. Auch der Parasympathicus ist mit zahlreichen Ganglien im Körper vertreten und hat zudem Schwerpunkte im Nachhim und im Rückenmark der Kreuzregion, vor allem aber im 10. Gehirnnerv, dem Vagus.

Zentrales Steuerungsorgan des vegetativen Nervensystems ist der Hypothalamus im Zwischenhirn.
Hier befinden sich Zentren für die Regulation der Körpertemperatur, des Mineralstoff- und Wasserhaushalts, des Kohlenhydratstoffwechsels, der Abgabe von Harn und Schweiß, aber auch der Sexualität. Die Steuerung der Körperfunktionen von hier aus kann nervös oder über Hormone erfolgen.

Bilder:
Goll/Schwoerbel: Sinne, Nerven, Hormone (Cornelsen-Velhagen & Klasing)
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